Montag, 21.05.2018 20:43 Uhr

Bankengruppe zeichnet katholisches Flüchtlingsprojekt aus

Verantwortlicher Autor: Jochen Raffelberg Köln, 18.05.2018, 16:22 Uhr
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Köln [ENA] Die KfW-Bankengruppe hat ein integratives Wohnprojekt der katholischen Kirche als “vorbildlich” ausgezeichnet, bei dem neue Wohnungen jeweils zur Hälfte an Flüchtlinge und an Kölner Bürger vergeben wurden. Das Erzbistum hat rund zehn Millionen Euro in die Um- und Neubauten der Wohngebäude investiert, die Sanierung der zugehörigen Kirche kostete knapp eine Million Euro.

Wie das Kölner Generalvikariat am Freitag weiter mitteilte, verlieh die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dem Wohnprojekt im ehemaligen Klarissenkloster in Köln-Kalk den mit 7.000 Euro dotierten ersten Preis ihres Award Bauen 2018. Als Kirche von Köln habe man mit dem Umbau zwei Ziele: Den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum für Kölner Bürger und die Integration von Menschen in unsere Gesellschaft zu fördern. “Ich freue mich über die Bestätigung unseres Vorhabens durch die erste Platzierung beim Preis der KfW Bank. Das zeigt: Wir brauchen den Mut und Ideen zu neuen Formen des Miteinanders,“ sagte Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

Im dem alten Kloster hat das Erzbistum durch Umbau und zwei Neubauten rund 2.500 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Darüber hinaus wurde speziell für dieses Projekt ein innovatives integratives Konzept entwickelt: Die neuen Wohnungen wurden jeweils zur Hälfte an Flüchtlinge und an Kölner Bürger vergeben. Zusätzlich gibt es vor Ort ein Begegnungs- und Bildungszentrum des Caritasverbandes Köln sowie Jugendhilfeangebote der Stiftung Die Gute Hand. Der Entwurf für den Umbau des ehemaligen Klosters stammt vom Kölner Architekturbüro LK-Architekten.

Er setze den Integrationsgedanken des Projektes auch architektonisch um: Der vorher in sich abgeschlossene Klosterkomplex sei geöffnet und mit Wegen und Zugängen durchlässig gemacht worden, teilte die Kirche mit. Innenhöfe und Gartenbereiche lüden als Gemeinschaftsflächen zum Austausch ein. Die Wohnungsverwaltung übernimmt die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (Aachener SWG). Die Belegung der Wohnungen mit geflüchteten Familien und die Vergabe der Plätze in der Flüchtlingsunterkunft erfolgt durch das Wohnungsamt der Stadt Köln. Die Umsetzung des integrativen Wohnprojektes erfolgte im Rahmen der „Aktion Neue Nachbarn“. Die Flüchtlingsinitiative wurde im November 2014 von Kardinal Woelki ins Leben gerufen.

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